Kaspar Houser

Imma orphan n shid

  • 2 Posts
  • 39 Comments
Joined 2 years ago
cake
Cake day: May 27th, 2023

help-circle










  • Okay, Gedankenexperiment.

    Gurken. Gurken gibt es schon ewig, sind sehr gesund und leicht abzubauen. Es passiert mit ihnen auch relativ wenig. Klar, manchmal sind die aus Gründen kontaminiert, manchmal bleibt jemand was im Hals stecken etc. Die Gurke bringt es auf 4 Tode im Jahr.

    Eines Tages erfindet jemand eine viel bessere Gurke. Sie kann leichter angebaut werden, schmeckt besser, ist nahrhafter usw. Einfach in allen Punkten überlegen. Es war noch nie einfacher sich zu ernähren.

    Mit diesem neuen Superfood stellt die Menschheit die gesamte Infrastruktur um. Im Grunde will jeder nur noch diese Industrie bedienen. Entweder zuliefern oder selbst herstellen. Lager, Regale, Verpackungen sind genauso auf die Supergurke ausgelegt, wie Rezepte und tägliche Nahrungsaufnahme.

    Viel zu spät stellt man fest, dass das neue Lebensmittel allerdings viel mehr Leute tötet. Aus den vier Gurkentoden im Jahr sind auf einmal tausende geworden!

    Da man sich aber in eine Abhängigkeit manövriert hat kann man nicht mehr zurück. Also müssen Regeln her: die Herstellung muss so erfolgen, dass die Gefahr minimiert wird. Es gibt Verzehrempfehlungen und strenge Reglementierungen zum Vertrieb.

    So schafft man es aus Tausenden Toden nur noch um die 500 zu machen.

    Jetzt müssen sich aber die Retro-Gurkenkunden und -hetsteller auch an diese Regeln halten. Zumindest zum Großteil.

    Und nicht nur das! Sie gelten auf einmal als Sonderlinge und die Supergurkengesellschaft findet natürlich, dass sie sich Respekt erst zu verdienen haben, indem sie sich penibel auch an die strengen Regel der Supergurke halten.

    Findest du das fair?