Vertuschung, Unvermögen, Bräsigkeit: Als die Forschenden mit der evangelischen Kirche fertig sind, sind alle sprachlos. Nur die Bischöfin nicht.
Da liegen sie, auf einem kleinen quadratischen Tisch, gleich neben dem Rednerpult. Drei Exemplare der Studie, auf die alle gewartet haben, jedes Buch 864 Seiten stark, das Titelblatt in nüchtern wissenschaftlichem Design: “Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland”. Gleich wird Martin Wazlawik, der Leiter der Studie, die wichtigsten Ergebnisse vortragen, ebenso nüchtern. Doch für die Verantwortlichen in der evangelischen Kirche wird sich jeder Satz wie ein Hieb anfühlen.
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Ich denke das ist ein grundsätzliches Problem mit Autoritätspersonen die man nicht hinterfragen darf weil sie ja Vertreter einer ultimativen Autorität sind die angeblich per Definition gut ist und alles sieht.
Reden wir von Kinderfickern oder Hand auf’m Schenkel der Sekretärin? Schönsprech macht es unmöglich auf ersten Blick die Größe des Vergehens auszumachen.