• ValiantDust@feddit.de
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    3
    ·
    2 years ago

    Finde das vor allem auch schade, weil sich sicher mit dem Fahrrad fortbewegen zu können Kindern und Jugendlichen auch so viel mehr Freiheit gibt. Ohne Fahrrad hätte ich keine Chance gehabt, mich mit Freunden im nächsten Ort zu treffen, im Sommer ins Freibad zu gehen etc. (wobei zugegebenermaßen heute wenigstens ein paar mehr Busse fahren). Diese zunehmende Unselbstständigkeit, die Kindern anerzogen wird (Elterntaxi in die Schule und zu allen Freizeitaktivitäten, Helikoptereltern, …), macht mir ein bisschen Sorgen, aber vielleicht werde ich auch einfach nur langsam zu einer “früher war alles besser” Meckeroma.

  • wouzilla@feddit.de
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    0
    ·
    2 years ago

    Gab es da nicht auch jeweils eine Meldung, dass das Schwimmen immer später gelernt wird und in der Schweiz die Grundschulkinder immer häufiger auf Windeln angewiesen sind. Woran solche Entwicklungsverzögerungen wohl liegen könnten?

    • rumschlumpel@feddit.de
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      0
      ·
      edit-2
      2 years ago

      Steigender Anteil Alleinerziehender und Doppelverdienereltern wären plausible Erklärungen. Vielleicht auch ein Kulturwandel bei den Eltern, sie scheinen deutlich mehr Angst vor Risiken zu haben als früher (wobei viele Risiken auch einfach gestiegen sind, u.a. durch den stärkeren Autoverkehr).

      • wouzilla@feddit.de
        link
        fedilink
        Deutsch
        arrow-up
        0
        arrow-down
        1
        ·
        2 years ago

        Klingt auf jeden Fall plausibel. Eine Entwicklung fiele mir natürlich auch noch ein…

          • wouzilla@feddit.de
            link
            fedilink
            Deutsch
            arrow-up
            1
            ·
            2 years ago

            Es sind doch vor allem die Kinder aus den sogenannten sozialschwachen und bildungsfernen Familien. Das lässt sich doch alleine feststellen, wenn man mit offenen Augen die Lebensverhältnisse von Menschen, vor allem in Städten, beobachtet. Die Kinder selben Alters haben zum großen Teil einen völlig unterschiedlichen Entwicklungsstand.

            • Wirrvogel@feddit.de
              link
              fedilink
              Deutsch
              arrow-up
              1
              ·
              edit-2
              2 years ago

              Dies hier.

              Bei uns hier im Viertel ist das mit dem Radfahren genau getrennt zwischen dem sozialen Status/Bildung und der Abwesenheit davon oder gut situiert/Armut.

              Die einen fahren mit einem Jahr im Lasten-E-Bike der Eltern, mit zwei Jahren selber solche kleinen Schubser und mit drei ein Fahrrad ohne Stützräder und gehen zweimal im Monat mit den Eltern schwimmen und die anderen gucken in die Röhre, auch was andere Teilhabe angeht (Zoobesuch, Kindertheater, Bücherei …) und sind so unbeweglich, dass schon balancieren auf einem kleinen Mäuerchen zur unlösbaren Aufgabe wird.

              Das trifft sich dann mit 6 Jahren in der Grundschule und die Lehrer:innen müssen versuchen das unter einen Hut zu bringen. Die Grundschule hier ist jetzt deswegen eine “Bewegungsschule” die in den Pausen mit den Kindern im Hof turnt und Balancespiele macht etc. und Schwimmen ist verpflichtend, weil diese Unbeweglichkeit auch Auswirkungen auf den Kopf und das Lernvermögen hat. Im ersten Jahr Grundschule geht 90% der Turnstunde drauf für’s zweimal Umziehen, weil zu viele Kinder auch das nicht hinbekommen.

              • Bonifratz@feddit.de
                link
                fedilink
                Deutsch
                arrow-up
                1
                ·
                2 years ago

                Ich muss diese Beobachtung leider bestätigen. Bin selbst mit meinen Töchtern (5+2) auf der “glücklichen” Seite, wir entsprechen fast exakt Deiner Beschreibung. Ich habe aber auch viel mit Familien aus armen und/oder bildungsfernen Familien zu tun und da ist es, wie Du sagst. Es ist eigentlich echt schade, weil es hier in Berlin sehr viele kostenlose oder äußerst günstige Angebote für Familien gibt (z. B. kostenlose Lastenräder, gratis Museumssonntag usw.), aber es hakt bei der Annahme.

  • Flako@feddit.de
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    0
    ·
    edit-2
    2 years ago

    Schuld daran sei, dass Eltern dem Fahrradfahren weniger Bedeutung beimessen als früher.

    Genau… die Eltern haben einfach schiss ihre Kinder auf die Straße zu schicken, weil diese voll mit aggressiven Autofahrern sind.

    Als Stadtradler werde ich meine Kids schon ordentlich trainieren, aber kann es echt gut nachvollziehen. Selbst die meisten Erwachsenen haben ja Angst in der Stadt Rad zu fahren.

    • Merion@feddit.de
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      0
      ·
      2 years ago

      Ist wahrscheinlich auch Stadt abhängig, aber gefühlt ist es hier in der Gegend sowohl in meiner Mittelstadt als auch in der Großstadt neben dran, sicherer geworden Rad zu fahren als vor 20 Jahren.

      Bei uns in der Mittelstadt ist praktisch überall 30er Zone wo früher noch 50er Zonen waren. Radwege sind ausgebaut und Fahrradstraßen ausgewiesen worden. Wesentlich mehr Verkehr als vor 20 Jahren würde ich auch nicht sehen. Wobei die Stadt hier auch eine ziemlich Schlafstadt ist. Wenn also morgens die Pendler rausgependelt sind, ist hier tagsüber ziemlich ruhig.

      In der Großstadt neben dran sind Radwege großflächig ausgebaut worden und ebenfalls Fahrradstraßen ausgewiesen worden. Der Anteil der Radfahrer am Stadtverkehr hat sich gegenüber vor 20 Jahren verdoppelt. Es ist also nicht so, dass hier weniger Menschen Rad fahren, sondern eher mehr.

      • taladar@feddit.de
        link
        fedilink
        Deutsch
        arrow-up
        1
        ·
        2 years ago

        Dafür fahren aber überall diese Autos im Maßstab 3:2 rum die es vor 20 Jahren noch nicht gab.